Samstag, 3. August 2013

[Rezension - Buch] Nennt mich nicht Ismael!

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Das Buch "Nennt mich nicht Ismael!" ist 2008, deutschsprachig, im "dtv" erschienen, kostet 7,95€ und wurde von Michael G. Bauer geschrieben und aus dem Englischen von Ute Mihr übersetzt.

Ismaels Geschichte beginnt, wie bei jedem anderen, mit er Geburt. Nur das er damals das Ismael-Leseur-Syndrom abbekam. Das "I-L-S" gäbe es ohne einen gewissen Herman Melville gar nicht.Denn nur wegen dessen Buch Moby Dick, lernten sich Ismaels Eltern kennen. Und genau das Buch ist auch der Grund warum  der Vater im Krankenhaus Kapitän Ahab spielt. Denn dieser schauspielerischen Darstellung war ein Kommentar der Mutter, des damals noch ungeborenen Ismaels, vorausgegangen, denn sie fand sie sähe aus wie ein weißer Wal, was wiederum daran lag, das sie schon über dem Stichtag war. Da der Vater aber nie das bestreben hatte Schauspieler zu werden, waren seine Künste auch dementsprechend und das löste bei der Mutter einen Lachkrampf aus, auf den prompt ein einsetzten der Wehen folgt.





Der Sohn wird also geboren, doch ein Name ist noch nicht gefunden. Ron, der Vater, ist aber so im Moby Dick-Fieber, das er einfach das Ohr an den Mund des Jungen hält, und zur Mutter gewandt spricht: "Er sagt, nennt mich Ismael''.
Ismael ist ein "scheißblöder Name", zumindest ist das die Ansicht von Barry Bagsley. Und Barry lässt keine Gelegenheit aus mit kreativen Einfällen darauf hinzuweisen. Doch dann kommt James Scobbie in die Klasse. James ist anders, er hat spastische Zuckungen, er hat einen zwanghaften Ordnungszwang und er ist dazu noch relativ klein. Doch er ist noch auf eine weitere Weise anders. Er benutzt die Macht der Sprache um sich Respekt zu verschaffen, im Gegensatz zu Barry, der es dann doch eher mit Gewalt und Mobbing versucht. Das bringt 2 Vorteile für Ismael, erstens er ist im neu gegründeten Debattierklub und zweitens wurde Barry in seine Schranken gewiesen. Doch es gibt dann natürlich noch ein weiteres Problem, Bill Kingston scheidet beim Debattierklub aus und Ismael muss einspringen, das hatte ihm gerade noch gefehlt.


"Nennt mich nicht Ismael!" ist eine typische Schullektüre, in der es um Mobbing und die Kraft der Sprache geht. Welche Auswirkung kann ein kleines Wort haben und  welche Auswirkung ein Schüler auf andere haben kann. Es ist einfach ein Schulbuch, das bearbeitet werden kann und soll, zudem gibt es ein klares Fazit, welches man aus dem Buch zeihen kann. Was wohl aber auch eine Lehre aus dem Buch ist, Name ist nicht gleich Name und egal wie "schön" Namen, wie Bella, Edward, Katniss und Peeta sind, man muss nicht unbedingt das eigene Kind danach benennen, weil genau dies einfache Zielscheiben sind.

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