Montag, 14. April 2014

[Wissenswert] Biographie des Buches: Papier und Codices

Auch Papier
Während die Erfindung des Papyrus, welches zwar von den Römern und Ägypten mit hoher Frequenz genutzt wurde, machte auch das Papier seinen Siegeszug. Der Siegeszug wird heute dadurch gebremst, das ein neues "Zeitalter" Einzug hält und zwar die Digitalisierung. Diese führt dazu, dass immer weniger Papier benötigt wird. 
Doch neben dem Papier zum Schreiben gibt es auch noch weitere Verwendungsarten von Papier, denn Papier ist nur der Oberbegriff für das Aufschwemmen und Pressen von pflanzlichen Fasern. Somit gibt zählen auch Verpackungsmaterial wie Karton oder sogenannte Hygienepapiere (Toilettenpapier, Taschentücher und Küchentücher) dazu. Aber zurück zur Geschichte des Buches:



Das Papier, welches in China um 105 n. Chr. seine erste Erwähnung findet, wär anfangs nur bedingt zum Schreiben verfügbar. Die häufigste Verwendung war das Bemalen und das Aufhängen im Raum, so diente es als Tapete und Raumdekoration. Da die Chinesische Schrift nun aus gemalten Buchstaben/Zeichen besteht, entstand irgendwann die erste Idee einer "Wandzeitung". Ein gebildeter Chinese kam nun auf die Idee, Neuigkeiten auf ein großes Blatt zu schreiben und dieses auf dem Marktplatz auszuhängen. Diese Nachrichten waren viel gelesen und brachten viele Nachahmer mit sich, die die gleiche Aktion in Nachbardörfern machten. 

Diese Art der Nachrichtenverteilung soll um ungefähr 580 n. Chr. einen Chinesen auf eine weitere Idee gebracht haben und zwar die des Holztafeldrucks. Er schrieb die Nachrichten auf eine Holztafel, entfernte die Leerräume mit Hammer und Meißel, bepinselte die herausguckenden Buchstaben und legte eine neue Seite drüber: Der erste Art der schnellen Vervielfältigung wurde erfunden. 
Diese einzelnen Seiten waren eine Art Zeitung, welche in Kurzform die neusten Meldungen zusammenfassten und in passender Größe zu erhalten waren.
Aus dieser Idee entstanden die ersten Bücher, man fasste Schriften zusammen, leimte sie und gab ihnen teilweise einen Buchrücken.



Etwas vor dieser Entwicklung in China gab es im Römischen Reich eine gleiche Entwicklung. Hier wurde zuerst aber weder Papier, Pergament noch Papyrus verwendet, sondern Holz oder Wachs. Ein Kodex waren zwei Holz- oder Wachstafeln in die mit einen Stift bzw. Stab hinein geritzt werden konnte. Dieses wurde erst später gegen zwei Holzplatten ersetzt, in deren Mitte mehrere Papyrusblätter lagen.
Die Erfindung des Kodex, dem ersten "europäischen Buch" beruht auf der Schule, die Schüler mussten sich Notizen machen und ihre Unterlagen gebündelt dabei haben. Schnell wurde der Kodex aber auch von Senatoren benutzt, die ihre Informationen auch in einen heft zusammengefasst wollten.

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