Dienstag, 15. April 2014

[Wissenswert] Biographie des Buches: Von Mittelalter bis Industriell

Dieser Beitrag ist von Mary

Biographie des Buches – Von Mittelalter bis Industriell

Im Mittelalter wurden Bücher in den Schreibstuben von Klöstern durch Abschreiben vervielfältigt. Damals bestand nur ein geringer Bedarf an Büchern, da nur wenige Gelehrte das Lesen und Schreiben beherrschten. Zwischen dem 13. und 14. Jahrhundert gab es ein Aufblühen der Universitäten und somit einen gesteigerten Bedarf an Büchern. Dies hatte zur Folge, dass sich das Schreiber- und Buchbindergewerbe auch außerhalb der Klöster entwickelte. Durch diese Entwicklung wurden Bücher auch für wohlhabende Bürger erschwinglich.


File:Buchdrucker-1568.pngAls Johannes Gutenberg den Druck mit beweglichen Metalllettern erfand, wurde das Buch zum Allgemeingut. Mit Ende des 15. Jahrhunderts stieg die Buchproduktion an und es wurde nicht mehr nur in Latein gedruckt, sodass nun auch das Lesen von breiteren Bevölkerungsschichten erlernt werden konnte. Das sorgte für eine weitere Verbreitung des Buches.Um 1870 war die Nachfrage nach Büchern so groß, dass sie nicht mehr mit handwerklich hergestellten Büchern befriedigt werden konnte. Die Verlagsdecke, ein mit Gewebe überzogener dreiteiliger Pappeinband, so wie wir ihn heute noch als Hardcover kennen, brachte einen weiteren Entwicklungsschub. Es war damit erstmals möglich, größere Auflagen mit einem einheitlichen Umschlag zu versehen. Es wurden Schneidmaschinen, Falzmaschinen, Drahtheftmaschinen und Fadenheftmaschinen erfunden, die mit Dampf über eine Transmission angetrieben wurden und die industrielle Produktion ermöglichten. Diese Maschinen wurden bis heute zu vollautomatischen, elektronisch gesteuerten Produktionsstraßen weiterentwickelt.

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